Pro-Vernunft.de

 

Reiner Hornung 19.6.2016

 

Kommentar zum Artikel im Kreis-Anzeiger vom 17.6. „FWG will sich nicht entmutigen lassen“.

 

In dem Artikel wird sich aus Sicht der FWG-Fraktion noch einmal mit dem Sitzungsverlauf der Büdinger Stadtverordnetenversammlung vom 10.6. auseinandergesetzt. Kommentiert werden muss auf jeden Fall folgender Abschnitt in dem Presseartikel:

Es wird behauptet, dass die Persönlichen Erklärungen der drei Stadtverordneten von Pro Vernunft, in denen sie teilweise Kommunalpolitiker und den evangelischen Pfarrer Andreas Weik beleidigt hatten, zum Eklat und letztlich zum Abbruch der Versammlung führten(der Kreis-Anzeiger berichtete).

In unseren Erklärungen wurde der Name von Andreas Weik nicht genannt. Es wurde lediglich “unser Pfarrer“ aufgefordert, sich nicht um Dreck zu kümmern, sondern sich darum zu bemühen, dass die Gottesdienste wieder besser besucht würden. Reflektiert wurde hier auf folgendes Zitat im Kreis-Anzeiger vom 28.1.2016:

Und wenn der ganze Spuk (Demonstration am 30.1. in Büdingen) vorbei ist, soll es am Sonntag einen Kehraus geben. Möglichst viele Büdinger mögen sich dann um 11.30 Uhr mit Besen am Jerusalemer Tor versammeln und den „braunen Dreck hinaus kehren“, appelliert der evangelische Pfarrer Andreas Weik.

Wen oder was Herr Weik da gemeint hat, kann man nur mutmaßen aber alle, mit denen ich gesprochen hatte, meinten, dass wohl symbolisch die Demonstranten gemeint seien. Das wäre allerdings menschenverachtend und eines Pfarrers nicht würdig. Deshalb möchte ich es anders sehen.

Weiterhin wird in dem Bericht die Meinung der FWG Führung zu unserer Persönlichen Erklärung wie folgt wiedergegeben:

„Umso überraschter waren wir von den persönlichen Erklärungen der drei Mitglieder von Pro Vernunft. Die Polemik der Vorträge, die Wortwahl und die vernunftwidrigen Ausführungen haben eindeutig Grenzen überschritten“, erklären Schaffrath und Appel.

In der Analyse der Vorgänge gebe es keinen Relativierungsspielraum. „In ihren Reden haben sich die Pro-Vernunft-Vertreter neben der NPD auch ausdrücklich von allen anderen Parteien distanziert. Dies ist besonders enttäuschend, weil wir innerhalb des demokratischen Spektrums der Stadtverordnetenversammlung um eine faire Partnerschaft über Parteigrenzen hinweg bemüht sind“, erläutert Appel.

Zur Erinnerung, der Kernsatz unserer  Persönlichen Erklärung lautete:

Ich distanziere mich ausdrücklich von der NPD -- aber ebenso ausdrücklich distanziere ich mich von den Grünen und allen anderen etablierten Parteien. Ich gehöre einer unabhängigen Wählergruppe an, die auf kommunaler Ebene tätig ist und sich das Ziel gesetzt hat, im Interesse des Büdinger Bürgers, vernünftige Lokalpolitik zu machen.

Der Verein FWG Büdingen, dem alle Mitglieder der FWG Fraktion angehören, hat eine Satzung in der folgendes festgelegt ist:

 § 3 Mitglieder - Mitglied der FWG-Büdingen kann jede natürliche oder juristische Person werden, die sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet und keiner weiteren politischen Partei angehört.-

Insofern hat sich jedes FWG Vereinsmitglied sozusagen „mit Geburt“ von allen politischen Parteien distanziert, wie auch wir am 10.6.

Weiterhin hat die FWG im §2 Zweck des Vereins ihrer Satzung folgendes festgelegt:

Die FWG-Büdingen setzt sich zur Aufgabe, zum Wohle aller Bürger, der Stadt und der Stadtteile tätig zu sein.

Zu nichts anderem haben wir uns in unserer Erklärung bekannt. Wieso die FWG Fraktionsführung in ihrer Analyse unsere Aussagen ohne „Relativierungsspielraum“ verdammt, sie für vernunftwidrig hält und von ihr selbst festgelegte Grenzen überschritten sieht, hat hoffentlich nur zu bedeuten, dass sie die eigene Vereinssatzung nicht kennt.

 

  

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